Bei der Leichtathletik-WM 93 in Stuttgart kam die neu entwickelte Micro-Starlift-Stabhochsprunganlage zum ersten Mal international zum Einsatz. Seitdem wurde sie erfolgreich bei der EM 2002 in München, bei der WM 2009 in Berlin und vielen weiteren nationalen und internationalen Wettkämpfen eingesetzt. Die Anlage wird ständig dem neuesten Reglement angepasst und optimiert. Bei der Konzeption wurden sehr hohe technische Anforderungen an die Neukonstruktion gestellt und realisiert. Sämtliche Bewegungen, Höhenverstellung der Auflagen, als auch Basisverstellung, werden mittels Sensor-Motoren ausgeführt. Die gewünschten Werte werden am Display, direkt am Kampfrichtertisch eingegeben. Hierbei sind auch problemlos Korrekturen möglich, da beide Eingabemaße am Display angezeigt werden. Die Werte werden dann in der Mikroprozessor-Steuerung verarbeitet und dabei die Stellmotoren so angesteuert, dass die Bewegungen synchron untereinander ablaufen.

Sämtliche Bewegungen werden in Weg-Zeit optimierten Abläufen ausgeführt, d. h. die Verstellung startet mit Eilgang und drosselt kurz vor
Endstellung auf reduzierte Geschwindigkeit und erreicht so die eingegebenen Werte. Beide Ständer sind eichbar, d. h. es können im Display Korrekturwerte zur Feinjustierung eingegeben werden, so dass die Sprunglatte exakt waagrecht liegt und eventuelle Bodenunebenheiten damit ausgeglichen werden. Der große Vorteil des Micro-Starlift liegt darin, dass sehr schnell ohne Aufwand exakt beide Bewegungen, Höhe und Basis, millimetergenau angefahren werden können. Hervorzuheben ist die Wiederholgenauigkeit. Die Stromversorgung erfolgt über ein Netzteil. Als Si c h e r h e i t s a s p e k t kommt der vollkommen abgepolsterte Führungsschlitten der Basisverstellung zum Einsatz. Eine weitere Verbesserung sind
auch die Aluminium-Standsäulen, welche eine Stellhöhe bis 6,25 m ermöglichen. Die Basis ist von 0 cm bis + 80 cm verstellbar.